Kfz-Privatnutzung des wesentlich beteiligten Gesellschafter-Geschäftsführer

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Steuernews TV - August 2018

Was gilt für die Einkommensteuer ab 2018, wenn ein an einer Kapitalgesellschaft wesentlich Beteiligter (mehr als 25 % Anteil) ein Firmen-Kfz für privat veranlasste Fahrten nutzt? Wie kann die Sachbezugswerteverordnung zur Bemessung des geldwerten Vorteils angewendet werden? Werfen Sie einen Blick in unsere neue Ausgabe von Steuernews-TV!

Textabschrift des Videos (Transkription)

Kfz-Privatnutzung des wesentlich beteiligten Gesellschafter-Geschäftsführer

Besteht für einen an einer Kapitalgesellschaft wesentlich Beteiligten (mehr als 25 % Anteil) die Möglichkeit, ein von der Kapitalgesellschaft zur Verfügung gestelltes Kraftfahrzeug für privat veranlasste Fahrten zu benützen, so gelten laut einer Verordnung des Finanzministers ab 2018 für die Einkommensteuer folgende Regelungen:

Sachbezugswerteverordnung

Für die Bemessung des geldwerten Vorteils aus der privaten Nutzung des Kfz können sinngemäß auch die entsprechenden Bestimmungen der Sachbezugswerteverordnung angewendet werden. Der monatliche Sachbezug in Prozent der Anschaffungskosten des Kfz laut dieser Sachbezugswerteverordnung ist grundsätzlich:

  • 2 %, maximal 960,00 Euro
  • davon abweichend 1,5 %, maximal 720,00 Euro für Kfz, die einen bestimmten CO2-Emissionswert pro Kilometer nicht überschreiten
  • davon abweichend ist für Kfz mit einem CO2-Emissionswert von 0 Gramm pro Kilometer (Elektroautos) ein Sachbezugswert von Null anzusetzen

Weitere Bestimmungen sind zu beachten.

Nachweis der privaten Fahrten

Der geldwerte Vorteil kann aber auch nach den auf die private Nutzung entfallenden, von der ‎Kapitalgesellschaft getragenen Aufwendungen bemessen werden. Dann ist es allerdings erforderlich, dass der Anteil der privaten Fahrten nachgewiesen wird – beispielsweise mittels eines Fahrtenbuches.